Roulette: Welchen Gewinn bringt die Null?
Die Null ist das besondere Feld auf dem Roulette-Rad, das das Spiel für die Bank profitabel macht. Im europäischen Roulette mit einer einzelnen Null (0) wird ein direkter Einsatz auf diese Zahl mit 35 zu 1 ausgezahlt, genau wie bei jeder anderen einzelnen Zahl auch. Dieser hohe Gewinn ist der Hauptanreiz für Spieler, auf die Null zu setzen.
Doch die Null hat auch eine zweite Funktion: Sie ist weder schwarz noch rot und gehört zu keiner der einfachen Chancen. Setzungen auf Rot/Schwarz, Gerade/Ungerade oder 1-18/19-36 verlieren, wenn die Kugel auf der Null landet. Diese Regel gibt dem Casino seinen Vorteil.
Auszahlungen für Einsätze auf die Null
Ein Chip, der direkt auf der Null platziert wird, gilt als 'Plein'-Einsatz. Fällt die Kugel auf die Null, erhält der Spieler seinen Einsatz plus den 35-fachen Betrag zurück. Diese Quote ist identisch mit der für alle anderen 36 Zahlen auf dem Rad im europäischen Roulette.
Es ist auch möglich, die Null in Kombination mit benachbarten Zahlen abzudecken, beispielsweise mit einem 'Split' oder einer 'Ecke'. Die Auszahlung erfolgt dann entsprechend der jeweiligen Wettart. Ein Split auf die Null und die Zahl 3 zahlt beispielsweise 17 zu 1 aus, wenn eine der beiden Zahlen getroffen wird.
Die Rolle der Null bei einfachen Chancen
- Einsätze auf Rot/Schwarz verlieren bei Null
- Einsätze auf Gerade/Ungerade verlieren bei Null
- Einsätze auf 1-18 oder 19-36 verlieren bei Null
- Dies begründet den Hausvorteil von 2,70%
Die entscheidende Regel für die Hausbank ist, dass die Null alle 'einfachen Chancen' schlägt. Das sind die Außenwetten mit fast 50% Gewinnwahrscheinlichkeit: Rot/Schwarz, Gerade/Ungerade und die Zahlenbereiche 1-18 bzw. 19-36. Landet die Kugel auf der Null, gehen alle diese Einsätze an die Bank.
Dieser eine Verlustfall genügt, um den statistischen Vorteil des Casinos zu erzeugen. Im europäischen Roulette mit einer Null beträgt der Hausvorteil bei allen Einsätzen auf einfache Chancen 2,70%. Bei der amerikanischen Variante mit Doppelnull (0 und 00) verdoppelt sich dieser Nachteil für den Spieler nahezu.
Strategische Überlegungen zum Setzen auf die Null
Viele Spieler meiden die Null, weil sie als 'Unglückszahl' gilt oder weil sie statistisch genauso oft wie jede andere Zahl fällt. Andere setzen systematisch auf die Null, in der Hoffnung auf den großen 35:1 Gewinn. Beide Ansätze sind reine Geschmackssache, da jedes Ergebnis unabhängig ist.
Eine taktische Überlegung ist, die Null in Kombinationswetten einzubeziehen, um das Risiko zu streuen. Wer jedoch auf einfache Chancen setzt, sollte stets im Hinterkopf behalten, dass die Null sein größter Feind ist. Das Verständnis dieser grundlegenden Regel ist der Schlüssel zu einem realistischen Roulette-Spiel.
Häufige Fragen
Wie oft kommt die Null durchschnittlich?
Statistisch gesehen erscheint jede Zahl, einschließlich der Null, etwa einmal in 37 Spins im europäischen Roulette. Da es 37 Felder gibt (0-36), ist die Wahrscheinlichkeit für die Null in einem Spin genau 1/37 oder etwa 2,70%.
Was passiert mit meinem Einsatz, wenn die Null fällt?
Das hängt davon ab, worauf Sie gesetzt haben. Ein direkter Einsatz auf die Null gewinnt und wird 35-fach ausgezahlt. Ein Einsatz auf eine einfache Chance (z.B. Rot) verliert und geht an das Casino. Kombinationswetten, die die Null enthalten, gewinnen entsprechend ihrer Quote.
Gibt es einen Unterschied zwischen 0 und 00?
Ja. Die einfache Null (0) gibt es im europäischen und französischen Roulette. Die Doppelnull (00) kommt nur im amerikanischen Roulette vor, das insgesamt 38 Felder hat (0, 00, 1-36). Die Doppelnull erhöht den Hausvorteil auf 5,26% bei einfachen Chancen.
Spielen Sie verantwortungsvoll. Glücksspiel kann süchtig machen. Setzen Sie ein Limit und hören Sie auf, wenn es kein Vergnügen mehr ist. Ab 18.
